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Arbeitsprozessorientierung Drucken E-Mail

FACTS: 

  • Informelles Lernen wird gezielt genutzt - lernen während und durch Projektarbeit.
  • Neue Herausforderungen bieten die Chance zur Kompetenzentwicklung - mehr als Seminare.
  • Der Kompetenzaufbau im Arbeitsprozess ist ein wesentlicher Prüfungsbestandteil.


Eine arbeitsprozessorientierte Weiterbildung knüpft an die alltäglichen Lernprozesse im Unternehmen an. Kaum jemand führt ausschließlich „Routinetätigkeiten‘ durch. Es gibt immer wieder Herausforderungen, auf die reagiert werden muss. Neben der gezielten Erarbeitung neuer Kenntnisse und Fähigkeiten lernt jeder Mitarbeiter auch im Prozess der Arbeit durch die Arbeit. Dieses alltägliche Lernen wird als informelles Lernen bezeichnet: Man stellt sich einer Situation nicht, weil man lernen möchte, sondern weil die Arbeit gemacht werden muss. Trotzdem lernt man unbewusst gerade in solchen Situationen.

Die im Arbeitsalltag auftretenden Herausforderungen werden in einer arbeitsprozessorientierten Weiterbildung bewusst als Lernherausforderung erkannt und genutzt. Bei der Arbeit in realen Projekten sind die Rahmenbedingungen oft anders als angenommen oder die Planung klappt nicht, weil „etwas dazwischen kommt“. Ein Teilnehmer muss diese Herausforderungen bewältigen und lernt dabei. Solche unvorhergesehenen Ereignisse und ihre Bewältigung zeichnen Lernen in realen Prozessen gegenüber dem geschützten „schulischen“ Lernen in Seminaren aus, bei dem aufbereitete, didaktisch reduzierte Inhalte in kleinen Einheiten dargeboten werden. Oft wird daher nicht nur vorbereitend, sondern auch während der Tätigkeit und nachbereitend gelernt. Die Arbeit selbst wird zum Lerngegenstand und das Unternehmen zum Lernort.

Das IT-Weiterbildungssystem greift diesen Ansatz konsequent auf. Eine Qualifizierung zum IT-Spezialisten basiert z. B. vollständig auf dem Konzept der arbeitsprozessorientierten Weiterbildung (APO-IT). Bei einer Qualifizierung zum Operativen IT Professional ist der arbeitsprozessorientierte Ansatz ein wichtiger Bestandteil der Weiterbildung, was sich z. B. auch in der Prüfung niederschlägt. Im Prüfungsteil betriebliche IT-Prozesse wird eine Dokumentation über ein praxisrelevantes Projekt erstellt sowie eine Präsentation und ein Fachgespräch dazu durchgeführt. Dieser "Praxis-Prüfungsteil" hat doppeltes Gewicht gegenüber den anderen beiden Prüfungsteilen und wirkt sich damit zu 50% auf die Gesamtnote aus.

 


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