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05.04.2019

Interview mit einem Sieger

Weiterbildungs-Bester der Logistikmeister in Bielefeld holt sich Gold

Unser Teilnehmer Kevin O. aus Rietberg wurde von der IHK Bielefeld als Jahrgangsbester der Logistikmeister mit Gold ausgezeichnet! Lest hier, wie ihm die Weiterbildung bei manQ dabei geholfen hat.

Kevin, du hast bei uns die Aufstiegsfortbildung zum Logistikmeister absolviert und als Jahrgangsbester mit Gold abgeschlossen. Warum hast du dich für eine berufsbegleitende Fortbildung entschieden?

Hier gab es mehrere Faktoren, die entscheidend waren.

Zum einen die finanzielle Sicherheit: Da ich bereits in meiner Ausbildung sehr zielstrebig vorgegangen war und hier ein ähnlich gutes Prüfungsergebnis von 93% erreicht hatte, wurde mir 2014 von der IHK Bielefeld ein Stipendium angeboten (Infos dazu bekommt ihr hier: sbb-stipendien.) Hierdurch wurden 90% aller Kosten für berufsbegleitende Fort- & Weiterbildungen der nächsten 3 Jahren abgedeckt. Das alles erfolgsunabhängig, nur Vollzeitlehrgänge wären nicht bezuschusst worden. Die Kosten waren hiermit sehr überschaubar, ich hatte weiterhin mein festes Einkommen im Job und eine Ratenzahlung der Fortbildungskosten war möglich.

Des Weiteren wollte ich aus der betrieblichen Routine ausbrechen und Aufgaben mit mehr Verantwortung übernehmen.

Ich hatte Akzeptanz und Unterstützung innerhalb der Familie - etwas Motivation von außerhalb war ebenfalls nötig, um den inneren Faulpelz überwinden zu können.

Da ich mich für 2 Jahre berufsbegleitend festlegen und hier immer Termine und Lernzeiten einplanen musste, war es mir sehr wichtig, dass ich mich effektiv und zeitsparend organisieren kann. Etwas Flexibilität wollte ich mir hier ebenfalls einräumen, damit auch noch Zeit für mich und meine Freundin bleibt. Daher war das Live-Online Konzept für mich sehr attraktiv - vermutlich auch einer der wichtigsten Gründe, warum ich mich schlussendlich dazu überwinden konnte.

 

Du hast die Form der Live-Online-Fortbildung bei manQ gewählt. Wie hat das funktioniert?

Technisch gesehen hat alles super funktioniert - natürlich gab es 1-2 Ausfälle / Störungen, aber bei insgesamt mehr als 400 Stunden Live-Übertragung ist das vertretbar.

Beruflich und privat hat es ebenfalls super harmoniert - alles war leicht zu managen. Die jeweiligen Termine wurden automatisch in den Outlook-Kalender geladen, dadurch hatte man eine gute Übersicht über die anstehenden Webinare. Dem Unterricht hat es an keinen technischen Mitteln gefehlt. Die Dozenten waren allesamt sehr fähig und auch außerhalb der Webinare sehr hilfsbereit. Falls mal keine Zeit für die Live-Teilnahme war konnte man sehr leicht durch die Aufzeichnungen nachverfolgen, was passiert ist, oder das vermittelte Wissen zur Nachbereitung erneut abrufen. Fahrtzeiten und Kosten wurden gespart. Einfach Top! Ich würde mich immer wieder für diese Art der Fortbildung entscheiden.

 

Wie gestaltet sich das Miteinander mit Dozenten und Kommilitonen?

Das Miteinander war stets sehr freundlich, auf Augenhöhe, motivierend, informativ, leicht verständlich und somit auch lern-effektiv.

Die Dozenten waren mit vollem persönlichem Einsatz dabei, auch außerhalb der Webinare.

Es haben sich unter den Teilnehmern kleine informelle WhatsApp-Gruppen gebildet, wodurch auch ein lockerer Austausch von Wissen stattgefunden hat.

 

Wo hast du dich besonders herausgefordert gefühlt?

Am Anfang war es die Unsicherheit was mich erwartet und wie dann wohl später die Prüfung aussehen wird. Es wurde viel Wissen in jedem Grundlagen-Webinar vermittelt, wirkliche Sicherheit in der Thematik habe ich aber erst bei der Vorbereitung auf die erste Prüfung und der Bearbeitung der Prüfungsaufgaben bekommen.

Das Fach NTG hat mich anfangs ziemlich abgeschreckt, so ging es wohl vielen. Ich musste mich hier besonders intensiv auf die Prüfung vorbereiten, eine gewisse Routine mit dem Formelheft entwickeln und die Prüfungsaufgaben mehrmals in zeitlichen Abständen durchrechnen, da sich hier immer mal wieder Fehler einschleichen. In der Prüfung braucht man diese Routine, ansonsten fällt man hier leicht durch. Selbst als Jahrgangsbester bin ich hier nur mit 65 Punkten rausgegangen, der zeitliche Aspekt gepaart mit der Aufregung und den teilweise komplexen, zeitaufwendigen Aufgaben ist sehr fordernd, die Prüfungszeit ist schneller um, als einem lieb ist.

 

Was hättest du gerne vor der Fortbildung gewusst?

Das Pareto-Prinzip 80:20. Ich habe am Anfang viel Zeit verplempert und die Folien teilweise nochmal durchgelesen und mir immer Stress gemacht, dass ich noch so viel lernen muss und ich beim Stoff voll hinterherhinke. Wirklich effektiv lernt man erst mit den Prüfungsaufgaben und durch das Lesen der Literatur. Das kostet vielleicht 20% der Zeit, aber bringt einem auch 80% des Erfolgs. Ich wünschte, ich hätte anfangs nicht so viel Zeit mit dem Nachlesen und "reinprügeln" verbracht - so wäre vieles entspannter abgelaufen. Man sollte hier einfach grundsätzlich akzeptieren, dass man nicht alles wissen kann. In jedem Bereich gibt es einen Experten wie im echten Leben. Die Kunst ist es, die jeweiligen Zusammenhänge und Begrifflichkeiten zu verstehen und sich dazu auch immer jeweils ein paar damit verbundene Begrifflichkeiten im Hinterkopf anzulegen (quasi eine Mind-Map mit Begrifflichkeiten, die in Zusammenhang miteinander stehen, diese Begrifflichkeiten sollte man dann mit seinen eigenen Worten wiedergeben können, in die eigene Sprache übersetzen hilft ungemein und ist auch viel effektiver als 1:1 zu lernen).

 

Welchen Tipp hast du für zukünftige Teilnehmer?

  1. Direkt zu Beginn die Lektüreempfehlungen durchlesen! Dadurch bekommt man einen Überblick und kann alles besser einordnen.
  2. Sich sehr früh mit seinen Kommilitonen zusammenschließen zu einer Whatsapp-Gruppe.
  3. Das Formelheft für NTG bestellen und sich hier einen sehr guten Überblick verschaffen, ebenfalls mehrmals alle Aufgaben und alte Prüfungssätze in NTG durchrechnen, das schafft Routine, die man in der Prüfung wirklich dringend braucht (Anm. d. Red.: Gilt natürlich nur für diejenigen, die dieses Modul haben).
  4. Die IHK-Prüfungsaufgaben in allen Fächern mehrmals bearbeiten, besonders intensiv kurz vor den jeweiligen Prüfungen.
  5. Falsch gelöste oder "schwierige" Prüfungsaufgaben in einer Übersicht notieren, um diese in zeitlichen Abständen zu wiederholen, damit sich die richtige Lösung festigt.
  6. Sich möglichst alle IHK-Prüfungen der letzten 4-5 Jahre beschaffen, je breiter das Wissen ist, desto eher bekommt man zumindest noch Teilpunkte.
  7. Sich 1-2 Monate vor den jeweiligen Prüfungen Urlaub nehmen und besonders viel lernen (hatte nur 3 Wochen und hab fast jeden Tag 10-12 Stunden gepowert).
  8. Wenn man mal einen Durchhänger hat, nicht sofort verzweifeln. Selbst wenn man meint, die letzten 6 Monate nichts gelernt zu haben, die Erkenntnis seines Wissens und Sicherheit kommt noch mit der Zeit!
  9. Das zu lernende Wissen kompakt als "Sprachmemo" ins Handy sprechen, diese dann z. B. während der Autofahrt zur Arbeit anhören, Prinzip „unterbewusstes Lernen“!
  10. In der Prüfung VIEL schreiben, es gibt keine Negativpunkte. Selbst, wenn man die Antwort nicht weiß: Umschreiben und von eigenen Erfahrungen erzählen.
  11. In der Prüfung erst die bekannten/leichten Aufgaben lösen und keine Zeit an einer zuerst vermeintlich schwierigeren Frage vertrödeln. Das Überspringen tut dem Kopf gut, denn man hat an anderer Stelle schon mal Punkte sicher, dass beruhigt ungemein! In der Prüfung erst die konkret gestellte Frage lesen, die "Handlungssituation mit Zahlen, Daten & Fakten" erst danach durchlesen und Wichtiges markieren/herausschreiben.

 

Wie sehen deine Pläne für die Zukunft aus?

Mit dem Logistikmeister habe ich mich für die Zukunft gut aufgestellt. Ich werde mich mit ein paar Weiterbildungen fit halten und in meinem aktuellen Betrieb noch einige Projekte übernehmen. Aktuell realisiere ich z. B. die 5S-Methode. Während der Fortbildung hatte ich den Betrieb bereits gewechselt, somit konnte ich nach der der Fortbildung auch direkt in eine Meisterposition reinrutschen. Ich habe mich gegen ein Studium entschlossen, da der aktuelle Arbeitsmarkt mehr Fachkräfte und Meister als studierte Köpfe braucht.

Privat kann ich mich nun ebenfalls endlich den schönen Dingen widmen und Sachen lernen, die mir wirklich Spaß machen. Die Lernkurve ist einfach klasse, so braucht es meist nur 20 Stunden um bereits etwas gut zu können, das motiviert (bei mir Fotografie, Gitarre, Zaubertricks)!

Mein größter Traum ist es, einen eigenen Online-Shop zu betreiben. Ich habe in 2017 bereits damit angefangen, einige Produkte über Amazon und eBay zu vertreiben. Im Jahr 2018 habe ich auch bereits über 1.700 Transaktionen abgewickelt. Mit etwas Glück erfülle ich mir also meinen Traum der Selbstständigkeit noch.

 

Wir danken Dir für das Interview, wünschen Dir für deine Zukunft viel Erfolg und freuen uns, mal wieder von Dir zu hören!

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Certified IT Systems Manager (Geprüfte IT-Entwickler) entwickeln technisch optimale und marktgerechte IT-Lösungen, indem sie IT-Entwicklungsprojekte planen, steuern und kontrollieren.
Tags: Bestenehrung IHK, Interview