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Aufstiegs-BAföG

Das Aufstiegs-BAföG nach dem Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFBG) ist eine gesetzlich geregelte Geldleistung

Das Aufstiegs-BAföG nach dem Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFBG) ist eine gesetzlich geregelte Geldleistung, mit der Menschen bei ihrer beruflichen Weiterqualifizierung finanziell unterstützt werden.

 

Was beinhaltet die Förderung?

Das Aufstiegs-BAföG besteht zu 40% aus einem Zuschuss, der nicht rückzahlungspflichtig ist und zu 60% aus einem Darlehen der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) für Lehrgangs- und Prüfungsgebühren.

Bei bestandener Prüfung werden Dir vom Darlehensanteil noch einmal 40% erlassen. Dadurch reduzieren sich die Kosten für Lehrgang und Prüfung insgesamt um 64%. Nur 36% der Kosten musst Du selbst tragen.

Wer wird gefördert?

Alle, und zwar unabhängig vom Alter, Einkommen und Vermögen. 

Zudem gibt es eine besondere Förderung für Alleinerziehende: 
Wenn Du alleinerziehend bist und Kinder unter 10 Jahren oder Kinder mit Behinderung im eigenen Haushalt erziehst, bekommst Du einkommens- und vermögensunabhängig zusätzlich einen pauschalen monatlichen Kinderbetreuungszuschuss in Höhe von 130 Euro pro Kind. Diese Förderung ist unabhängig davon, ob die Fortbildung in Voll- oder Teilzeit erfolgt.

Welche Voraussetzungen musst du erfüllen?

Du musst dich mit einem Lehrgang auf eine berufliche Fortbildungsprüfung vorbereiten. Ob Du das in Voll- oder Teilzeit machst, spielt dabei keine Rolle. Dein angestrebter Abschluss muss über dem Niveau Deines Ausbildungsabschlusses liegen.

 

Beispiele: Logistik- und Industriemeister, Techniker, Operative Professionals, Fachwirte, Betriebswirte, Fachkaufleute und weitere. Zusätzlich musst du die Zulassungsvoraussetzungen zur IHK-Prüfung der jeweiligen Fortbildungsordnung bis spätestens zum Lehrgangsende erfüllen.

Was hast du für Verpflichtungen?

Während Deiner Weiterbildung musst Du an mindestens 70% der Webinare des Live-Online-Unterrichts und an mindestens 70% der angebotenen Lernerfolgskontrollen teilnehmen. Dies wird von Deiner Förderstelle regelmäßig überprüft.

Wann musst du deinen Anteil zurückzahlen?

Die Rückzahlung Deines Darlehensanteils muss erst nach der Weiterbildung erfolgen. 
Für Sparfüchse: Zinsen werden erst zwei Jahre nach Lehrgangsende fällig. Wenn Du also Dein Darlehen vor Ablauf von zwei Jahren zurückzahlst, bekommst Du es komplett zinsfrei! 

Tipp: In einigen Bundesländern bekommst Du sogar noch zusätzlich Geld in Form von Prämien für bestandene Prüfungen. Dadurch ist es möglich, dass du Dich zum Nulltarif weiterbildest und am Ende sogar noch Geld übrig hast.

Beispielrechnung

Lehrgangskosten mit Aufstiegs-BAföG:

 

Lehrgangsgebühr 

1000,00 €

abzüglich 40% Zuschuss

400,00 €

 
Restbetrag KfW-Darlehen

600,00 €

abzüglich 40% bei bestandener Prüfung  

240,00 €

 
Deine Kosten (Rückzahlung an die KfW-Bank)
abzüglich Steuervorteil* 

360,00 €

 

* Die verbleibenden Kosten wirken sich steuermindernd aus. Du kannst diesen Betrag bei der Steuererklärung in voller Höhe geltend machen. Der Steuervorteil ist abhängig von Deinen persönlichen Verhältnissen.

 

Aufstiegs-BAföG
Wie unterstützen wir dich bei der Beantragung der Förderung?

Wir unterstützen Dich bei der Beantragung von Aufstiegs-BAföG und stehen Dir für Fragen gerne zur Verfügung. 

Die notwendigen Formulare senden wir Dir nach Deiner Anmeldung zur Weiterbildung per Post zu. Darin sind bereits die Informationen zum Lehrgang vorausgefüllt, sodass Du den Antrag lediglich um persönliche Angaben ergänzen und bei Deiner zuständigen Stelle einreichen brauchst. Nachdem Du den Förderantrag gestellt und einen Bewilligungsbescheid erhalten hast, wird Dir die Förderung ausgezahlt.

Weitere Informationen 

Zusätzliche Informationen zum Aufstiegs-BAföG findest Du beim Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF):

 

www.aufstiegs-bafoeg.de