Raus aus der Praxis, rein in neue Perspektiven
Zwischen Job, Familie und Lernen: warum das Online-Format für Mandy den Unterschied gemacht hat.

Das Interview
KATJA: Heute sprechen wir mit Mandy Daub, frisch geprüfte Fachwirtin im Gesundheits- und Sozialwesen bei manQ. Mandy ist medizinische Fachangestellte, Mama, Organisationstalent – und sie hatte eine klare Entscheidung getroffen: Arztpraxis ja, aber nicht für die nächsten 30 Jahre.
Warum sie sich bewusst für einen berufsbegleitenden Fachwirt in nur 13 Monaten entschieden hat, wie sie Lernen, Kind, Job und sogar Minijob unter einen Hut bekommen hat und warum sie diesen Weg nicht allein, sondern gemeinsam mit ihrer Mutter gegangen ist, erzählt sie uns jetzt selbst.
Herzlich willkommen, Mandy – und herzlichen Glückwunsch noch einmal zum erfolgreichen Abschluss.
MANDY: Vielen lieben Dank, Katja, für das Willkommen und natürlich auch für die Gratulation. Da bin ich doch ganz glücklich.
KATJA: Mandy, nimm uns mal bitte kurz mit zurück. Wo standest Du beruflich, bevor Du Dich für den Fachwirt im Gesundheits- und Sozialwesen entschieden hast?
MANDY: Also, ich bin auch jetzt noch gerade in einer allgemeinmedizinischen Arztpraxis und arbeite da in Teilzeit. Das war jetzt das erste Mal Allgemeinmedizin für mich. Vorher war ich in verschiedenen Facharztpraxen und dachte eigentlich, dass das etwas ganz Gutes für mich ist und mir das auch langfristig wirklich gefällt, weil es doch noch mal vielfältiger ist. Aber ich habe gemerkt, dass der Praxisalltag mit dem immer höheren Anspruchsdenken und Erwartungen einfach nicht das ist, womit ich mich die nächsten 30 Jahre beschäftigen oder meine Zeit verbringen möchte. Daher habe ich viel überlegt und recherchiert, wo es hingehen soll, und bin dann letztendlich bei manQ gelandet.
KATJA: Du bist medizinische Fachangestellte und hast schon einige Weiterbildungen gemacht, zum Beispiel Praxismanagerin sowie Hygiene- und QM-Beauftragte. Was war der Punkt, an dem Du gemerkt hast: Das reicht mir noch nicht?
MANDY: Das Problem war, dass ich die Qualifikationen zuletzt nicht wirklich einsetzen konnte. Das waren Weiterbildungen, die ich in meiner Stelle davor – vor der Elternzeit – machen konnte und auch passend einsetzen konnte. In meiner aktuellen Praxis ist das so nicht möglich. Daher fehlte einfach Verantwortung und eine wirkliche Aufgabe.
KATJA: Warum fiel Deine Entscheidung am Ende auf manQ?
MANDY: Weil manQ ganz klar die kürzeste Lehrgangsdauer anbietet. Bei anderen Anbietern waren das anderthalb bis zwei Jahre. Und ganz ehrlich: Wenn ich das neben Minijob, Kleinkind und Teilzeitstelle noch rocken will, dann sollte das so schnell wie möglich gehen – auch um die Laune nicht zu verlieren und wirklich dabei bleiben zu können.
KATJA: Jetzt kommt eine besondere Geschichte. Wie kam es dazu, dass Deine Mutter sich gemeinsam mit Dir für den Fachwirt angemeldet hat?
MANDY: Meine Mama wird dieses Jahr erst 50 und arbeitet seit über 30 Jahren in der Pflege. Durch Probleme mit dem Rücken und weil sie nicht ganz glücklich war in ihrer Stelle, hat sie ganz kurz entschlossen gesagt: „Weißt Du was? Das hört sich gut an. So ein bisschen mehr in die Führungs- und Organisationsrichtung – das ist total cool. Ich mache das mit.“ Ich dachte erst, sie sagt das nur so. Aber sie hat es tatsächlich durchgezogen.
KATJA: Wie war das für Dich, diesen Weg nicht alleine zu gehen?
MANDY: Das war echt klasse. Ich habe im Rechnungswesen durch meinen Mann Unterstützung bekommen, aber jemanden zu haben, der den Stoff eins zu eins mitgeht, war toll. Es war sehr angenehm, vor Ort einen Lernpartner zu haben.
KATJA: Das heißt, Ihr habt zusammen gelernt, Euch motiviert und vielleicht auch mal Frust abgelassen?
MANDY: Zusammen gelernt primär in der Vorbereitung auf die schriftliche Prüfung, weil wir in zwei unterschiedlichen Kursen waren. Meine Mama hat zusätzlich noch den PDL-Kurs gemacht, was noch mehr Stress gekostet hat. In der Prüfungsvorbereitung haben wir uns viel zusammengesetzt und abgefragt. Das Motivieren war sehr wertvoll.
KATJA: Zwischendurch war Deine Motivation nicht immer auf 100 Prozent. Was hat Dir geholfen, dranzubleiben?
MANDY: Gerade zur Mitte des Lehrgangs hat es nachgelassen, weil die schwierigeren Themen zum Ende kommen. Aber es baut alles aufeinander auf. Ich bin sehr ehrgeizig und pflichtbewusst. Wenn ich etwas ändern und weiterkommen möchte, muss ich es durchziehen. Es waren auch immer wieder Dozenten dabei, die motiviert und unterstützt haben. In der Zusammenschau war es das Gesamtbild – und ich habe gemerkt, dass es der richtige Lehrgangsanbieter war.
KATJA: Wie hast Du Dein Lernen organisiert? Und was sind Deine Lerntipps?
MANDY: Wir haben von Anfang an den Tipp bekommen, viel handschriftlich zu machen – auch zur Vorbereitung auf die schriftliche Prüfung. Zwei Tage je fünf Stunden handschriftlich schreiben macht man sonst nicht am Stück. Ich habe die kompletten Lerneinheiten vor den Webinaren handschriftlich aus dem Buch herausgeschrieben und auch die Aufgaben handschriftlich bearbeitet, um mich schon vorab komplett mit dem Inhalt zu beschäftigen. So konnte ich das Webinar nutzen, um nachzuhaken.
Am Anfang habe ich mir montags teilweise sieben Stunden für die Webinarvorbereitung genommen, um reinzukommen. Später habe ich die Sachen ausgedruckt, markiert und durchgearbeitet, als die Motivation zeitweise etwas nachgelassen hat. Aber man muss sich wirklich die Zeit nehmen. Das bekommt man nicht geschenkt.
KATJA: Und das neben Arbeit und Familie – da braucht es Struktur.
MANDY: Ja, man muss planvoll rangehen und es klar kommunizieren. Wenn Kinder und Ehemann da sind, muss man sagen: Ich brauche jetzt die Zeit. Bei mir war das zum Glück nie ein Problem. Es hieß eher: „Nimm Dir doch mal die Zeit.“
KATJA: Du hast die Dozenten als sehr engagiert beschrieben. Was war anders als bei anderen Weiterbildungen?
MANDY: Die Dozenten haben alle praktische Berufserfahrung und können das aus dem Alltag nachvollziehen. Sie geben es nicht nur theoretisch weiter. Das macht es praxisnah und verständlicher. Sie haben immer nachgefragt, ob wir es verstanden haben, und wir konnten bei offenen Fragen per Mail Kontakt aufnehmen. Das war total klasse.
KATJA: Besonders gelobt hast Du auch die Vorbereitung auf die mündliche Prüfung.
MANDY: Wir hatten mit Jessie Pfannkuche zwei Vorbereitungen. Sie hat mir viel Angst genommen und klar gesagt, dass wir uns nicht die Butter vom Brot nehmen lassen dürfen. Das hat mir ein selbstbewusstes Auftreten verschafft.
Und Kerstin Charlotte Krusche – auch wenn ich sie in der Formulierung erst etwas verflucht habe – hat mir im Nachhinein sehr viele Tipps gegeben. Ich hatte meine Präsentation schon drei bis vier Monate vor der Prüfung vorbereitet, aber als es an die Ausgestaltung ging, stand ich da und wusste nicht weiter. Kerstin war strenger, aber perfekt. Ich habe eine mündliche Prüfung mit 91 Prozent hingelegt. Ohne ihre Ratschläge hätte ich das so nicht geschafft.
KATJA: Wie sieht Deine Situation jetzt nach dem Abschluss aus?
MANDY: Ich habe während des Lehrgangs und danach Bewerbungen verschickt, aber bisher nichts Passendes gefunden. Der Fachwirt ist leider nicht ganz so anerkannt oder bekannt, wie ich gehofft hatte. Ich würde gerne ins Medizincontrolling oder in die Personalverwaltung beziehungsweise -entwicklung. Aber gerade Personalverwaltung ist ohne Grundausbildung aktuell schwierig. Ich komme aus dem Siegerland, eher industriell geprägt, mit wenigen großen Häusern. Hier ist es begrenzt. In einer Großstadt wäre es wahrscheinlich anders.
KATJA: Wir drücken Dir auf jeden Fall die Daumen. Und jetzt die ultimative Frage: Würdest Du diesen Weg wieder gehen?
MANDY: Ich hätte mir ein besseres Outcome gewünscht, ein besseres Standing danach. Das habe ich mir etwas leichter erhofft. Aber an sich würde ich die Zeit wieder so durchziehen. Es war für mich ein Beweis: Ich kann das trotz Kind. Im Freundes- und Familienkreis ist es oft die klassische Stillende, die hängen bleibt. Aber mir hat es gezeigt, dass ich es kann. Und ich habe mir schon Infos für den Betriebswirt eingeholt.
KATJA: Was würdest Du jemandem sagen, der überlegt, den Fachwirt im Gesundheits- und Sozialwesen bei manQ zu starten?
MANDY: Wenn man für sich entschieden hat, dass der Fachwirt inhaltlich und von den Kompetenzen her das Richtige ist, kann ich manQ empfehlen – vor allem, wenn man nicht auf Präsenzunterricht angewiesen ist. Ich fand es super angenehm, mich abends ins Büro zu setzen und die Webinare von zu Hause aus zu machen, ohne noch irgendwo hinfahren zu müssen. Das macht es niedrigschwelliger, wirklich teilzunehmen. Für mich war es zeitlich und von den Modalitäten her definitiv die richtige Lösung.
KATJA: Liebe Mandy, danke Dir für Deine ehrlichen Einblicke, Deine Motivation und diese besondere Geschichte, dass Du gemeinsam mit Deiner Mutter diesen Weg gegangen bist.
Eine Aufstiegsfortbildung ist anspruchsvoll – aber mit guter Struktur, früher Prüfungsvorbereitung und engagierten Dozenten sehr gut zu bewältigen, auch berufsbegleitend.
Wir wünschen Dir für Deine nächsten Schritte viel Erfolg und freuen uns, dass wir Dich bis zum erfolgreichen Abschluss begleiten durften. Vielleicht sehen wir uns ja beim Betriebswirt wieder.
MANDY: Vielen lieben Dank.
KATJA: Danke Dir.






