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28.07.2022

Dozenteninterview mit Viktor Blank

Vom ehemaligen Kurs-Teilnehmer zum Dozenten

Viktor hat 2020 eine Vollzeit-Online-Fortbildung zum Technischen Betriebswirt bei manQ absolviert. manQ hat ihn nicht nur als Kursteilnehmer überzeugt. Seit gut einem halben Jahr arbeitet er auch als freier Dozent bei manQ. Er unterrichtet vor allem Material- und Produktionswirtschaft bei den technischen Betriebswirten. Von seinen persönlichen Erfahrungen als Teilnehmer bei manQ und wie er als Dozent arbeitet, erfahrt Ihr im heutigen Interview.

Das Interview

KATJA: Wenn Ihr Euch für einen Kurs oder eine Dozententätigkeit bei manQ interessiert, ist es sicherlich sehr spannend, Informationen aus erster Hand zu bekommen. Heute habe ich daher Viktor im Studio zugeschaltet, damit Ihr hinter die Kulissen schauen bzw. hören könnt.

 

KATJA: Viktor, ich freue mich, dass Du da bist, hallo.

 

VIKTOR: Hallo, Katja. Vielen Dank für die Einladung zu diesem Interview und schön, dass ich hier sein darf.

 

KATJA: Ja Viktor, Du bist als freier Dozent bei uns tätig. In welchem Bereich genau?

 

VIKTOR: Ich habe mein erstes Modul „Material und Produktionswirtschaft“ bei einen Teilzeitkurs absolviert und konnte dann diese Gruppe wöchentlich unterrichten. Das Modul an sich bestand aus acht Webinaren mit jeweils vier Unterrichtseinheiten. Und der Start mit diesem Modul ist mir glücklicherweise leichtgefallen, weil ich den Kurs selbst schon als Teilnehmer absolviert habe und die Themen, die sind mir als Einkaufsleiter in meinem Alltag auch bekannt und somit hatte ich auch einige Praxisbeispiele einbauen können.

Mittlerweile unterrichte ich auch noch weitere Module, Anfang Juli konnte ich in einen Vollzeitkurs der technischen Betriebswirte Projektmanagement unterrichten und aktuell stehe ich vor meinem letzten von fünf Webinaren im „Einkaufscontrolling“ bei einem Teilzeitkurs der Einkaufsfachwirte. Ja, und außerdem hat aktuell auch wieder das Modul „Material und Produktionswirtschaft“ wieder neu angefangen.

 

KATJA: Okay, also das ist schon sehr umfangreich. D.h. Teilnehmer sehen Dich vor allem in den Bereichen Einkauf, Material- und Produktionswirtschaft, ja und zunehmend wird auch der Kursumfang, den Du gibst bei manQ größer. Aber d.h. Du bist ja auch noch nicht so lang bei uns, Seit wann lehrst Du bei manQ?

 

VIKTOR: Das erste Modul habe ich Ende Februar 2022 gestartet.

 

KATJA: Also fast schon ein halbes Jahr…Viktor, Du hast erwähnt,dass Du manQ schon als Teilnehmer kennengelernt hast ….  Warum hast Du Dich entschieden, bei manQ die Fortbildung zu machen?

 

VIKTOR: Bei manQ hatte mir die Internetpräsenz und auch die ausführliche Online-Beschreibung gefallen. Und auch die Anmeldung und der allgemeine Start in den Kurs liefen ebenfalls sehr problemlos. Und ich hatte mich auch kurzfristig für einen Vollzeitkurs angemeldet und war froh so einen flexiblen Anbieter gefunden zu haben.

 

KATJA: Ja. Das ist super, das freut mich … Aus welchem Grund hast Du Dich für den Vollzeitkurs entschieden?

 

VIKTOR: Die Situation bei meinem damaligen Arbeitsgeber aufgrund von Kurzarbeit, da hatte gerade Corona angefangen, hatte mir die Möglichkeit gegeben den Kurs in Vollzeit zu absolvieren.

 

KATJA: Ah, sehr sinnvoll, dass Du diese Zeit gleich so nutzen konntest. Wie hast Du manQ dann als Kurs-Teilnehmer erlebt, was waren Deine Erwartungen, vielleicht du ja auch Sorgen, Ängste am Anfang gehabt?

 

VIKTOR: Der Vollzeitkurs ist so aufgebaut, dass alle Themenpunkte in 11 Wochen bearbeitet werden und somit eine Vorbereitung für die Prüfung in sehr kurzer Zeit stattfindet. Hier hatte ich dann zu Beginn natürlich ein wenig die Sorge, dass man mit Informationen überflutet wird und somit evtl. nicht alles verarbeiten und verinnerlichen kann.

 

KATJA: Mmmh … und wie war dann der Online-Unterricht für Dich später, also was hast Du positiv empfunden? Oder hat Dir eventuell etwas gefehlt?

 

VIKTOR: Ich finde den Online-Unterricht super, die Flexibilität ortsunabhängig an den Kursen teilnehmen zu können und vor allem die Zeitersparnis, weil man keine Anfahrtszeiten mehr einplanen muss, waren sehr gut. Und der soziale Austausch geht leider zu Beginn etwas verloren, jedoch im Laufe der Zeit haben wir, die Teilnehmer uns immer besser kennengelernt und auch bis heute noch eine gemeinsame Whatsapp-Gruppe.

 

KATJA: Das ist natürlich super, wenn der Zusammenhalt und Austausch auch über die reine Ausbildungszeit hinaus besteht und man so in Kontakt bleibt. Kontakt …Das bringt mich gleich zu meiner nächsten Frage: Wie war das Verhältnis zu den Dozenten, fühltest Du Dich gut von den Dozenten und von manQ betreut?

 

VIKTOR: Die Dozenten und auch das manQ-Team waren alle immer sehr hilfsbereit. Über die Nachrichten-Funktion konnte man zum Beispiel bei Unklarheiten oder sonstigen Rückfragen immer jederzeit die Dozenten kontaktieren und man hat auch immer eine schnelle Rückmeldung inklusive Hilfestellung erhalten. Und auch manQ war immer unterstützend zur Seite, vor allem bei der Abwicklung und Erstellung der BAföG-Förderungen habe ich hier gute Erfahrungen gesammelt.

 

KATJA: Das freut mich zu hören. Kommen wir jetzt zum spannendsten Thema überhaupt. Wie hast Du Dich denn auf Deine Prüfung vorbereitet? Was sind so Deine ultimativen Tipps als ehemaliger Teilnehmer an die zukünftigen Prüflinge, einfach gut vorbereitet in die Prüfung gehen zu können?

 

VIKTOR: Bei den Tipps kann ich ähnlich wie alle anderen Dozenten immer nur wiederholen, wie wichtig das Lernen mit Prüfungsaufgaben ist. manQ bietet dafür umfangreiche Aufgaben-Wikis und auch Prüfungsfragen, die dem Niveau der IHK entsprechen. Ja und das Verständnis bezüglich der Fragenstellungen wird dadurch deutlich verbessert und war auch bei mir ein entscheidender Punkt für den Prüfungserfolg.  Ansonsten verweise ich immer noch sehr gerne auf das Pareto-Prinzip, hier kann man sich selber etwas den Prüfungsdruck nehmen und einfach daran denken, dass alle, die zur Prüfung fahren auch mit überschaubarem Zeitaufwand bereits ein gutes Ergebnis erzielen können und man nicht krampfhaft alle Themen bis ins Detail auswendig gelernt werden sollte.


KATJA: Ja, der berühmte Mittelweg … für alle diejenigen, die nicht wissen, was das Pareto-Prinzip bedeutet. Es besagt, dass 80% des Ergebnisses durch 20% des Aufwands und der Zeit erreicht werden können. D.h. dass man sich auf die Aufgaben konzentriert, die den größten Nutzen bringen. Im Umkehrschluss bedeutet dies logischerweise, um dann die restlichen 20% sehr mühsam und mit sehr viel Aufwand zu erbringen sind. Klingt erstmal nach „easy peacy“ und gechilltem Lernen, erfordert aber trotzdem, denke ich viel Disziplin, seine täglichen und wöchentlichen Lernaufgaben so auf diesen Fokus zu strukturieren und wie Du schon sagst, man muss einfach am Ball bleiben und üben, üben, üben.

Aber der Erfolg gibt Dir ja recht. Du hast die Prüfung erfolgreich bestanden.

Wie ging es danach weiter? Du hast im Februar 22 als freier Dozent bei manQ gestartet. Was waren denn Deine Beweggründe, diese Karriere oder diese Laufbahn zu gehen?

 

VIKTOR: Ich fand diese Thematik, also Lehrer oder Dozent, schon zu Zeiten als ich meinen Maschinenbau-Techniker berufsbegleitend über vier Jahre lang an der lokalen Berufsschule bei mir vor Ort absolviert habe sehr interessant und hab das Ganze immer noch als Option im Hinterkopf gehabt. Die Möglichkeit, nebenberuflich als freier Dozent zu arbeiten und trotzdem noch meinen Hauptberuf, welcher mir sehr viel Spaß macht, weiter ausüben zu können fand ich daher sehr interessant und habe mich dann für eine Bewerbung bei manQ entschieden.

 

KATJA: Okay, dann hast Du ja schon lang diesen Schritt ins Auge gefasst. Und mit diesem Schritt in die Dozententätigkeit wechselt man ja quasi die Seite und nimmt aber die Erfahrungen, die man als Teilnehmer gemacht hat ja mit. In dem Sinne, was ist gut gelaufen, was hat der Dozent gut gemacht, was würde man als Dozent eventuell besser machen … Aus dieser doppelten Perspektive, also Teilnehmer gewesen zu sein und jetzt auch als Dozent tätig zu sein, was ist Dir denn jetzt in Deiner Dozententätigkeit besonders wichtig?

 

VIKTOR: Ich versuche immer stark auf die Teilnehmer einzugehen. Aus meiner Sicht ist es wichtig, den Teilnehmern so viel berufliches Praxiswissen wie möglich mit auf den Weg zu geben, außerdem hoffe ich immer auf aktive Teilnehmer und versuche das Ganze durch Übungen oder auch durch Fragen, dass die Teilnehmer aktiv mit einbezogen werden. Ja und aus meiner Sicht kann nur so der größtmögliche Erfahrungsaustausch entstehen und davon können wir alle voneinander lernen und profitieren.

 

KATJA: Mmh, jetzt hast Du gleich zwei Aspekte erwähnt, auf die ich nochmal näher eingehen möchte.

Zum einen ist das die Praxisnähe, das ist ja auch ein Kriterium, auf das manQ sehr großen Wert legt bei der Dozentenwahl und wie Du schon sagst, dieses ist wichtig, um den Unterricht lebendig und interessant zu gestalten.

Der andere Aspekt, den Du angesprochen hast, nämlich diese aktive Mitarbeit am Unterricht - da sprichst Du ja eines der Säulen unseres Lernkonzeptes an, das „Flipped-Classroom-Konzept“, das sogenannte umgekehrte Klassenzimmer, dass von dieser aktiven Vorbereitung und Mitarbeit der Teilnehmer lebt. Ich möchte an der Stelle gar nicht tiefer auf dieses Flipped-Classroom-Konzept eingehen – da gibt es weitere Blogartikel und Podcasts auf unsere Website, einfach mal schauen. Man kann aber zusammenfassend sagen, dass dieses Konzept sehr hilfreich ist, einfach effizienter zu lernen.

Und da wir gerade beim Stichwort Lernkonzept sind … Viktor, welche Vorteile siehst Du noch im manQ-Lernkonzept? Wo liegen für Dich die Vorteile im virtuellen Unterricht bei manQ?

 

VIKTOR: manQ hat mittlerweile ein sehr breites Online-Portfolio, es werden diverse Hilfestellung über sogenannte Lern-Wikis und auch über diverse Aufgaben den Teilnehmern und auch den Dozenten zur Seite gestellt. Der virtuelle Unterricht bietet vielen die Möglichkeit, sich in der neuen digitalen Welt einzuleben und auch für den zukünftigen beruflichen Weg dadurch eine gewisse Sicherheit bei Online-Meetings auszubauen oder generell, dass man sich einfach besser wohlfühlen kann, in Online-Meetings, die aus meiner Sicht immer wichtiger werden.

 

KATJA: Das stimmt, das ist mittlerweile nicht mehr wegzudenken und gerade Zoom und Co wird immer mehr erwartet. Du erwähntest gerade das breite Online-Portfolio, ich denke, da sprichst Du den manQ-Campus an, also für alle Zuhörer, die nicht wissen, was das ist. Das ist eine virtuelle Online-Plattform, wo die Teilnehmer all ihre Skripte, Zugänge zu den Aufzeichnungen der Webinare, Fachliteratur und vieles, vieles andere mehr … auch Erklärvideos finden, Und das alles unterstützt ja unsere Teilnehmer schon sehr sehr gut, gut vorbereitet in die Prüfung zu gehen. Hast Du jetzt aus Deiner Erfahrung als Dozent – vorhin hatten wir ja so ein bisschen die Teilnehmersicht - noch einen weiteren Tipp zur Prüfungsvorbereitung?

 

VIKTOR: Hier hilft es leider nur den eigenen inneren Schweinehund zu überwinden und das gezielte Lernen mit diesen Prüfungsaufgaben, die bei manQ bereitgestellt werden.

 

KATJA: Okay, ich nehme wahr, als Teilnehmer und Prüfling warst Du etwas gechillter, kann man fast sagen, als Dozent jetzt wirkst Du fast etwas strenger … aber ich gebe Dir natürlich vollkommen recht am Ende hilft nur lernen, aber immer das Wichtigste im Fokus zu haben.

Gut, jetzt mache ich mal einen kleinen Schnitt… wir haben bisher darüber gesprochen, welche Vorteile es für die Teilnehmer gibt, eine Online-Weiterbildung zu absolvieren. Was sicherlich auch einige Zuhörer interessiert, wie ist es, wenn man als Dozent oder Dozentin bei manQ arbeitet? Wie wird man denn da unterstützt?

 

VIKTOR: Ich wurde durch Silke und Ulrike aus dem manQ-Team immer vor und nach den Kursen sehr gut betreut.

Wir haben vorher immer die Rahmenplanpunkte und die Aufteilung dieser Rahmenplanpunkte auf die unterschiedlichen Webinare besprochen, mittlerweile gibt es auch für die Bestandskurse Vorschläge zum möglichen Aufbau, das hat mir bei der Vorbereitung auch einiges an Zeit erspart.  Nachträglich haben wir uns auch nochmal zu einem Online-Meeting getroffen und die Erfahrungen ausgetauscht und uns auch gemeinsam das Teilnehmer-Feedback angeschaut und auch gemeinsam besprochen.
Ja und auch die Termin-Findung mit Tina zum Beispiel funktioniert immer sehr unkompliziert und einfach. Im Allgemeinem fühle ich mich sehr gut betreut.

 

KATJA: Ah, da sprichst Du unsere lieben Kolleginnen vom Kursmanagement und Kursorganisation an, von denen ich weiß, dass sie sehr intensiv mit den Dozenten im Austausch sind.

Ja Viktor, ich bin auch eigentlich schon am Ende meiner heutigen Fragen an Dich, vielleicht setzen wir das Interview zu gegebener Zeit fort, würde mich freuen. Wir freuen uns auf jeden Fall und auch die Teilnehmer, denke ich, auf weitere Unterrichtsmodule mit Dir. Ich danke Dir sehr herzlich für das informative Gespräch und die interessanten Einblicke und wünsche Dir weiterhin alles Gute.

 

VIKTOR: Ich bedanke mich auch, Katja und freue mich auf den weiteren Unterricht und die Zusammenarbeit mit manQ. Vielen Dank.

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Geprüfte Industriefachwirte besitzen kaufmännische wie auch betriebswirtschaftliche Spezialkenntnissen und übernehmen Führungsaufgaben in allen Branchen der Industrie.
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