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25.01.2024

Mitarbeitervorstellung: Marianne Schäfer

Neu im Lernmedien-Team

Seit Oktober 2023 ist Marianne Schäfer bei manQ tätig. Sie unterstützt das Lernmedienteam, erstellt u.a. Inhalte für die Lernplattform und für Dozenten. Was sie Interessantes vor manQ gemacht hat und was sie an ihrer jetzigen Tätigkeit bei manQ besonders schätzt, das erfahrt Ihr im heutigen Podcast. Viel Spaß dabei.

Das Interview

KATJA: Ich freue mich, Euch heute unsere neue Kollegin Marianne Schäfer vorstellen zu dürfen. Marianne hat am ersten Oktober 2023 bei manQ gestartet. Was Marianne vorher beruflich gemacht hat, welche interessanten Aufgaben sie nun bei manQ und über andere spannende Sachen, darüber spreche ich mit Marianne im heutigen Interview. Hallo Marianne, ich freue mich, dass Du da bist. Hallo.

 

MARIANNE: Hallo, liebe Katja. Vielen Dank, dass ich hier sein darf. Ich freue mich auch auf unser Gespräch.

 

KATJA: Marianne, Du hast im Oktober, also ja noch vor gar nicht allzu langer Zeit, bei manQ gestartet. Was hast Du vorher Berufliches gemacht? Was ist Dein Hintergrund?

 

MARIANNE: Ja, also gemacht habe ich eine ganze Menge. Ich komme also nicht klassisch irgendwie aus einem Hochschulstudium direkt hierher sozusagen. Sondern ich habe so ein bisschen hopping gemacht. Ich bin nach der Realschule erstmal zur Lehre gegangen, habe eine Banklehre gemacht. Habe danach eine Weile gejobbt, unter anderem in der Immobilienwirtschaft und bei QVC. Hab dann parallel dazu in Vollzeit mein Abitur gemacht auf dem Hessenkolleg in Kassel. Also auch da schon in der erwachsenen Bildung. Danach habe ich angefangen, Lehramt zu studieren mit den Fächern Mathematik und Politik und Wirtschaft. Das habe ich auch abgeschlossen mit dem ersten Staatsexamen für Haupt- und Realschulen. Ja, parallel dazu habe ich meine Familie gegründet. Also geheiratet, und mein Sohn kam zur Welt, kurz vor meinem ersten Staatsexamen. Und hab mich dann bewusst gegen das Referendariat entschieden, weil ich mit Säugling halt auch nicht ins Ref wollte. Und bin dann erst mal an der Uni geblieben, hab da meinen Master in empirischer Bildungsforschung drangehängt. Und parallel dazu angefangen, an der Uni Kassel zu arbeiten als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Fachbereich der Mathematikdidaktik. Und hab da parallel angefangen, mein Promotionsvorhaben, eine Promotionsforschung, voranzutreiben. Und bin in dem Zeitpunkt dann zum zweiten Mal Mama geworden mit meiner kleinen Tochter. War zuletzt jetzt als Dozentin auswärts bei einem anderen Bildungsträger sozusagen tätig. Und bin dann jetzt vor kurzem zu manQ gewechselt.

 

KATJA: Wow, also, ja, sehr, sehr, sehr vielfältig. Und da kann man ja auch sehr stolz sein, so einen Berufs- und Lebensweg bis jetzt schon so gemeistert zu haben. Und ja, Du bist ja auch noch nicht fertig, wenn man das so überhaupt formulieren kann. Du schreibst noch Deine Promotion. Darf ich fragen, zu welchem Thema?

 

MARIANNE: Also, ich geb mir Mühe, meine Promotion noch abzuschließen, meine Doktorarbeit zu schreiben. Bin im Moment ganz stolz auf mich, weil ich die Theorie tatsächlich fertig habe. Das waren schon mal so 120 Seiten. Auch die ist angesiedelt irgendwie im Fachbereich der Mathematikdidaktik. Und da geht es insbesondere um sogenannte Generierungsaufgaben oder um das Thema der Generierung. Unter Generierung kann man sich vorstellen, das ist ein kognitionspsychologisches Konzept und gehört zu dem Teilbereich der wünschenswerten Erschwernisse. Und das sagt eigentlich auch schon, was Generierung machen soll. Nämlich sie sollen das Lernen kurzfristig quasi erschweren, also einem Schüler oder einem Teilnehmer, dem Studenten, ein Hindernis in den Weg legen, dass er beim Lernen überwinden muss. Was dazu führt, dass das Gelernte halt quasi langfristig besser im Gedächtnis, ja, behalten wird oder verinnerlicht wird und besser wieder angewendet werden kann. Dabei ist Generierung relativ speziell vom Konzept. Es erfordert quasi, dass der Teilnehmer an der Studie / ja, wie sage ich das? Wissen aus sich selber heraus erzeugen mussten. Also, sie haben kein großes Vorabwissen genannt bekommen, keine Definitionen, an denen sie sich groß lang hangeln konnten. Sondern mussten zu einem bestimmten Themenbereich eher so Beispiele aus, ja, ihrer eigenen Lebenswelt mit einbeziehen oder sich eine Eselsbrücke zu merken von bestimmten Begrifflichkeiten für sich selbst entwickeln. Wobei wir da auch nicht / oder ich da auch nicht vorgegeben habe, was das für eine Art Eselsbrücke sein muss. Sondern sie da halt auch ganz frei entfalten konnten, welche Merkhilfen sie erstellen wollten. Das haben einige gemacht in Form von Mindmaps, andere haben Cartoons gezeichnet. Also das war eine sehr vielfältig zu sehen. Genau, und das haben wir ja im Beispiel der Mathematik, in der Mathematikdidaktik, in der Grundlagenveranstaltung von Erstsemestern halt verortet. Sodass wir auch sicherstellen konnten, dass die halt mit wenig Vorwissen starten, weil sie gerade frisch ins Studium starten. Ja, und dann sind da ganz viele faszinierende Ergebnisse bei entstanden, die ich hoffe, noch fertig jetzt zu Papier bringen zu können.

 

KATJA: Das ist ja auch ein sehr interessanter Ansatz, den ich noch nicht kannte. Muss ich jetzt mal gestehen. Dass man eben auch durch, ja, Erschwernisse, wie Du es gerade formuliert hast, und Herausforderungen lernt. Mir war bisher bewusst eigentlich, dass man in einem sehr, wie soll ich sagen, emotional gut aufgestellten Setting besser lernt. Auch spannend, sehr spannend.

 

MARIANNE: Das hat nicht zwingend was mit Emotionen zu tun. Erschwernisse kennst Du mit Sicherheit klassisch aus der eigenen Schulzeit. Eine der wünschenswerten Erschwernisse, die jeder kennt, ist der Testungseffekt. Und den kennt man insbesondere vom Vokabel lernen. Auch das ist quasi eine kurzfristige Erschwernis, die dazu führt, dass die Vokabeln besser im Gedächtnis bleiben.

 

KATJA: Spannend.

 

MARIANNE: Ist halt schon sehr breit erforscht. Deswegen kennen das die Menschen.

 

KATJA: Ja, wieder was dazugelernt. Und ja, das alles wuppst Du ja inklusive mit, oder sagen wir mal mit Familie. Du bist ja Mutter zweier Kinder, wie Du gesagt hast. Was ist denn Dein Geheimrezept, das jetzt alles unter einen Hut zu kriegen?

 

MARIANNE: Ja, Geheimrezept kann man da eigentlich sagen, gibt es nicht. Das ist mehr so ein, ja, Überlebenswille. Ich sage, manchmal fühle ich mich wie der Frosch im Sahneglas, immer weiter strampeln, dass die Sahne fest wird und man endlich stehen kann. Ja, das ganze irgendwie so ein bisschen gepaart mit der für den Versuch, alles irgendwie zu organisieren und zu strukturieren, so Termine zu organisieren und, ja, einen guten Tagesablauf hinzubekommen. Ich muss gestehen, das funktioniert nur bedingt. Es gibt Tage, da führt das zum absoluten Chaos. Es gibt Tage, da funktioniert das einwandfrei. Also, Geheimrezept, ich weiß nicht. Überlebenswille, Augen zu und durch!

 

KATJA: Ja, super. Und sag mal, wie bist Du überhaupt zu manQ gekommen?

 

MARIANNE: Ja, also ob ich das jetzt so offen eigentlich sagen sollte, weiß ich nicht. Aber ich würde sagen, es ist ein Zufall gewesen. Ich habe ja wirklich schon gesagt, hab bei einem anderen Bildungsträger gearbeitet. Und meine liebe Mutti hat früher bei der Kasseler Sparkasse gearbeitet. Und hat da die Liegenschaftsabteilung unter sich gehabt und war für Hofgeismar quasi die Vermieterin für manQ, für die Zentrale. Ja, bevor das Haus, ja, übergegangen ist an manQ. Und vor ein paar Monaten war sie mal wieder in Hofgeismar und hat sich überlegt: "Ach, gehst mal einen Kaffee trinken." Und hat sich da, ja, eingeladen sozusagen und hat da erfahren, dass ihr Unterstützung sucht. Und da sie ja wusste, dass ich in meinem Bereich, wo ich da gearbeitet habe, bei der Firma nicht ganz so zufrieden war, ja, hat sie mir das direkt gesagt. Und ich habe am selben Tag quasi noch eine Bewerbung, eine Initiativbewerbung geschickt, und so bin ich hier gelandet.

 

KATJA: Klasse. Ja, so schnell geht es. Du bist jetzt hier schon fast seit zwei Monaten. Was gefällt Dir denn bei manQ besonders?

 

MARIANNE: Also ganz allgemein oder einfach gesagt, ist einmal das Team unglaublich schön. Also, es ist ein unfassbar schönes kollegiales, hilfsbereites, freundliches und auch zeitweise sehr lustiges miteinander. Das ist sehr angenehm. Das macht das Arbeiten um vieles leichter und macht viel mehr Spaß, die Arbeit dadurch einfach auch. Dazu kommt, dass die Arbeit an sich sehr abwechslungsreich und sehr spannend ist, wie ich finde. Also durch die vielen unterschiedlichen Bereiche, in denen man so tätig ist. Und für mich jetzt als alleinerziehende Mutti ist es halt auch so, dass diese Flexibilität der Möglichkeit, auch im Home-Office zu arbeiten oder meinen Tag in Stundenabschnitte zu unterteilen, einfach, ja, unfassbar gut ist. Und sehr, sehr zu meinem Lebenskonzept dann entsprechend auch passt.

 

KATJA: Das Stichwort Arbeit bringt mich gleich zu meiner nächsten Frage. Du arbeitest im Lernmedienteam. Was machst Du da bei manQ genau? Was sind Deine Aufgaben?

 

MARIANNE: Auch das lässt sich nicht quasi einfach beantworten mit ich mache Wiki-Artikel oder ich mache Aufgaben. Das mache ich auch, aber nicht nur. Also, im Prinzip habe ich im Moment erst mal eine ganze Menge von Wiki-Artikeln für den Bereich der naturwissenschaftlichen, technischen Gesetzmäßigkeiten erstellt. Da gab es noch nicht so viele für die Logistikmeister unter anderem. Und andererseits halt entsprechend auch da Aufgaben zu für die Prüfungsvorbereitung. Stück für Stück erstelle ich jetzt aber auch Inhalte in Moodle für die Dozenten, also die Module, wo sich die Teilnehmer halt auch einschreiben und die Unterlagen hinterlegt und verlinkt sind. Ich begleite die Dozenten in Moodle und in ihrem, ja, Leben sozusagen. Ab dem nächsten Jahr übernehme ich den einen oder anderen Infoabend noch zusätzlich, mache bei der Nachmittagsbetreuung mit, helfe da entsprechend aus. Und irgendwann soll ich auch mal als Dozentin, wahrscheinlich im Rechnungswesen, unterwegs sein.

 

KATJA: Also sehr vielfältig, sehr spannend und natürlich auch sehr perspektivenreich. Du erwähntest noch Moodle. Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, für die, die es nicht kennen. Das ist die, ja, Plattform, das ist unsere Online-Lernplattform, wo dann die Teilnehmer ihre Lernmaterialien und Informationen und Videos und vieles, vieles andere mehr finden. Du hattest ja auch das, ja, Wiki erwähnt. Also, Du erstellst ja auch Wiki-Artikel für den Bereich Naturwissenschaften. Und da würde Dich dann der eine oder andere Teilnehmer sicherlich auch wiederfinden, weil Du sozusagen die Texte mit erstellt hast und die Aufgaben. Die Aufgabenartikel mit erstellt hast.

 

MARIANNE: Ja, ich hoffe doch, dass damit fleißig gearbeitet wird.

 

KATJA: Ja, aktuell bist Du ja durch den Job, durch Deine Promotion, durch Deine Familie ja wirklich sehr eingespannt. Aber sag mal, wenn noch Zeit bleibt, was machst Du denn gerne privat?

 

MARIANNE: Das kommt ganz darauf an, wie viel Zeit ich wirklich habe. Also wenn ich zum Beispiel mal einen ganzen Tag freihätte, meine Kinder irgendwie zum Beispiel bei Oma sind. Dann nutze ich den Tag sehr gerne einfach, um entweder in die Therme oder ins Schwimmbad zu gehen, mal so einen Tag so ganz gemütlich ausklingen zu lassen oder anzugehen. Oder wenn das Wetter es zulässt, sitze ich auf meinem Motorrad und fahre einmal quer durch Deutschland sozusagen, soweit das Zweirad mich trägt. Oder gehe auch mal durchaus mit Freunden aus oder essen abends, je nachdem, wie viel Zeit halt einfach zur Verfügung steht. Wenn es jetzt nur so, ja, abends ein paar Stündchen ist, weil die Kids vielleicht schon schlafen und ich noch ein bisschen Lust und Laune habe, dann nutze ich die Zeit ganz gerne, um mich an meine Nähmaschine zu setzen und entweder für mich oder für die Kids was Schönes an Kleidung zu nähen. Oder setze mich an den Basteltisch und gieße Harz.

 

KATJA: Genau, die kleinen Wunderwerke hab ich schon sehen dürfen. Sehr schön. Marianne, ich bin auch schon am Ende des Interviews angekommen. Vielen, vielen lieben Dank für das Interview. Und ja, ich wünsche Dir weiterhin ganz, ganz viel Spaß bei den Aufgaben bei manQ und alles Gute.

 

MARIANNE: Vielen Dank, liebe Katja. Einen schönen Tag wünsche ich Dir noch.

 

KATJA: Vielen Dank, Dir auch.

 

 

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