FAQBlog
31.08.2023

Fachwirt/in im Gesundheits- und Sozialwesen
(Teil 2) 

Wissenswertes zur mündlichen Prüfung und Präsentation

Heute geht es weiter mit dem zweiten Teil der vierteiligen Podcast-Reihe zum Fachwirt im Gesundheits- und Sozialwesen. Du erfährst viel Wissenswertes zur mündlichen Prüfung und Präsentation. Wir wünschen Dir viel Spaß dabei! 

Das Interview

KATJA: Liebe Zuhörer und Zuhörerinnen, heute machen wir weiter mit dem Teil zwei unserer vierteiligen Reihe zum Thema Fachwirt im Gesundheits- und Sozialwesen. Im letzten Teil haben wir uns mit dem Thema schriftliche Prüfung auseinandergesetzt und heute geht es mit dem spannenden Thema mündliche Prüfung bzw. Präsentation weiter. Mit dabei ist wieder meine liebe Kollegin Kerstin Krusche, die als Kursbetreuerinnen für den Fachwirt im Gesundheits- und Sozialwesen bei manQ tätig ist. Kerstin ist sehr erfahren, hat bereits im Gesundheitsmanagement gearbeitet, bringt viel Erfahrung mit und arbeitet auch als Dozentin. Kerstin arbeitet zudem im Prüfungsausschuss.

Hallo Kerstin, vielen Dank, dass Du wieder mit dabei bist.

 

KERSTIN: Hallo Katja, danke, dass ich wieder Gast sein darf.

 

KATJA: Kerstin, dann lass uns doch gleich mit Teil 2 weitermachen und das Thema mündliche Prüfung beleuchten, denn nach bestandener Prüfung kommt die mündliche Prüfung.

 

KERSTIN:  Genau Katja, nach erfolgreich bestandener schriftlicher Prüfung und mit Ergebnismitteilung dieser, erhält man die Einladung zur mündlichen Prüfung. Es sieht es so aus, dass die Prüfung sich aus zwei Teilen zusammensetzt. Der erste Teil ist 10 Minuten Präsentation des Prüflings und dann das anschließende 20-minütige Fachgespräch. 

 

KATJA: Und in welchem Zeitraum kann ich mit der Einladung rechnen, nach der schriftlichen Prüfung? 

 

KERSTIN: Ja, so ungefähr ca. 10 Tage bis zu einem halben Jahr kann das dauern.

Manche IHKs haben dazu eine feste Prüfungswoche schon fest geplant, andere wiederum teilen die ersten termingenau mit. Also, das ist sehr unterschiedlich bundesweit geregelt, kann aber telefonisch erfragt werden bei der zu prüfenden Stelle. 

 

KATJA: Wie wird die mündliche Prüfung bewertet bzw. wie wird sie gewichtet? 

 

KERSTIN:  Die Gewichtung ist die Folgende: zwei Drittel Fachgespräch und ein Drittel Präsentation.  

 

KATJA: Und worauf wird den genau geachtet bei der Präsentation? Welche Punkte werden da bewertet? 

 

KERSTIN: Also, das sind ganz viele verschiedene, die ich so ein bisschen so zusammengetragen habe. Also einmal Auftritt des Prüflings, also, wie ist die Vorstellung, die Begrüßung, auch Beschreibung der Situation und der eigenen Rolle, die praxisgerechte Darstellung der Thematik, die man sich selbst rausgesucht hat, also ist es praxistauglich. Inhalt und Verständnis, ist das gegeben, roter Faden, Schlagwortbenutzung, Fachtermini, aber auch so was, wie Körpersprache, Sprachtempo, also Ausdruck, Mimik und Gestik werden bewertet. Aber auch die Darstellung, Gliederung und Aufbau, der Gestaltung der Medien und der Gestaltung der Präsentation. Auch Einhalten der Präsentationszeit gehört dazu, genauso wie Darstellung von Kosten und Nutzen. Und kann ich auch dementsprechend ein Abschluss finden zur Präsentation mit Ausblick und Fazit zu der Thematik.

 

KATJA: Und beim anschließenden Fachgespräch, wie wird da bewertet? 

 

KERSTIN:  Da geht es um das Antwortverhalten im Fachgespräch. Also ist es zügig oder stockend. Wie ist das Einbringen von praxisrelevanten Hinweisen, oder die Argumentation und Begründung, die ich ja abgebe als Prüfung. Genauso, wie zielgerichtete Abwicklung der Aufgabenstellung oder Fragestellung, Behandlung von Einwänden des Prüfungsausschusses – also kann ich quasi, bin ich in der Lage, kann ich Rede und Antwort stehen, kann ich betriebswirtschaftlich argumentieren und lösungsorientiert an fachspezifische Thematiken herangehen.

   

KATJA: BeimFachgespräch, kommen da nur Fragen zu den beiden Themenbereichen, oder kann das querbeet gehen? 

 

KERSTIN: Also, im besten Fall, bleiben die Prüfer nahe an der Präsentationsthematik, es kann aber aus der ganzen Weiterbildung heraus Themen abgefragt werden. 

 

KATJA: Apropos Thema? Wird mir das Thema der Präsentation von der IHK vorgegeben? 

 

KERSTIN: Das Thema und der zweite Handlungsbereich dürfen frei gewählt werden. Handlungsbereich „Führen und Entwickeln von Personal“ dagegen ist Pflicht. Also, das Ganze stellt sich so dar. Anhand der Präsentation soll nachgewiesen werden, dass eine komplexe Problemstellung der betrieblichen Praxis erfasst, dargestellt, beurteilt und gelöst werden kann. Wie gesagt, das Thema kann frei gewählt werden, muss sich aber auf den Handlungsbereich „Führen und Entwickeln von Personal“ und auf einen weiteren Handlungsbereich beziehen, der aber frei wählbar ist. Da stellt sich sicher die Frage, was ist ein Handlungsbereich?  Ein Handlungsbereich ist im Curriculum, also im Rahmenlehrplan, verankert und enthält die anforderungsbezogenen Inhalte für den Fachwirt im Gesundheits- und Sozialwesen. 

Also, wie schon erwähnt, ist der Handlungsbereich „Führen und Entwickeln von Personal“ Pflicht in der mündlichen Prüfung. Und ein zweiter frei wählbarer Handlungsbereich kann unter folgenden gewählt werden: Planen, Steuern und Organisieren betrieblicher Prozesse, Steuern von Qualitätsmanagementprozessen, Gestalten von Schnittstellen und Projekten, Steuern und Überwachen betriebswirtschaftlicher Prozesse und Ressourcen, Planen und Durchführen von Marketingmaßnahmen. Davon kann noch gewählt werden. Wichtig ist es, sich die Fortbildungsverordnung nochmal §4 genau durchzulesen, weil hier wird geklärt, welche Anforderungen erfüllt werden müssen zu jedem einzelnen - den ich jetzt aufgezählt habe - Handlungsbereich. 

 

KATJA: Also, das Thema suche ich mir aus, wobei ich den Handlungsbereich Personal immer abdecken muss und ansonsten aus den eben genannten einen Bereich frei wählen kann. Das habe ich verstanden. Und bis wann muss man das Thema und den Wahlbereich bei der IHK eingereicht sein? 

 

KERSTIN: Am ersten Tag der schriftlichen Prüfung muss das Thema spätestens eingereicht bzw. abgegeben werden. Hinweis dazu: das Thema, das zusätzlich mit einer Grobgliederung bzw. Kurzbeschreibung eingereicht werden muss, kann nicht mehr geändert werden. 

 

KATJA: Mhm, verstehe. Und welche Technik nutze ich dann eigentlich in der Präsentationserstellung? 

 

KERSTIN: Also, die Präsentation sollte nicht nur mit einem zeitgemäßen und geeigneten Medium dargestellt werden, wie beispielsweise PowerPoint und Beamer. Overhead und Whiteboard würde ich vielleicht jetzt nicht so empfehlen, aber auf jeden Fall PowerPoint und Beamer. Außerdem sollte die Präsentation strukturiert sein und der rote Faden erkennbar. Denn ein Auszug der Verordnung, besagt: 

 "Durch die Prüfung ist festzustellen, ob die notwendigen Kompetenzen vorhanden sind“, also “eigenständig und verantwortlich Aufgaben der Planung, Führung, Organisation, Steuerung, Durchführung und Kontrolle handelsspezifischer Aufgaben und Sachverhalte unter Nutzung betriebs- und personalwirtschaftlicher Instrumente wahrzunehmen." 

 

KATJA: Verstehe, beim Thema Präsentation, da kann ich mir vorstellen, dass der ein oder die andere da sich etwas vielleicht schwertut, erstes mit der Erstellung der Präsentation, mit den Anforderungen, aber auch mit der Technik und dem freien Sprechen. Wie bereitet manQ die Teilnehmer und Teilnehmerinnen darauf vor? 

 

KERSTIN: Ja, zum einen, Katja, durch das Konzept des Rahmenlehrplans in der Weiterbildung. Unter anderem wird hier ein Modul Präsentation mit zwei Webinaren fest verankert durchgeführt mit erfahrenen Dozenten. Zusätzlich aber auch bieten wir von manQ noch ein Webinar an nach der schriftlichen Prüfung, um den letzten Feinschliff mit den ehemaligen Teilnehmern vorzunehmen. D.h. die Kursbetreuung von manQ unterstützt die Teilnehmer bis zur letzten Prüfung und hilft bei Anfrage dazu auch gerne weiter. Der Vorteil hier bei manQ ist, dass viele auch im Prüfungsausschuss tätig sind und wissen, worauf es ankommt. 

Aber auch durch unsere Hilfe-Wiki-Artikel und Anleitungen, wo ausführlich erklärt ist, wie man z. B. mit PowerPoint arbeitet, sind den Teilnehmern als Hilfestellung zur Verfügung gestellt. 

 

KATJA: Verstehe, also bei manQ wird also nach individuellem Bedarf zusätzlich auch noch geholfen, oder? 

 

KERSTIN: Ja Katja, selbst eine Einzelberatung ist bei uns nicht ausgeschlossen.  

 

KATJA: Kerstin, das ist eine Menge an Informationen. Wenn ich mich für eine Fortbildung, oder diesen Fortbildungskurs bei manQ interessiere oder entscheiden sollte, wo finde ich all diese Informationen zum Nachlesen? 

 

KERSTIN: Also, zum einen haben wir ganz viel Informationen auf unserer Webseite, also über die Kurse, FAQ und Podcasts. Das ist bestimmt für alle Interessenten sehr hilfreich. Zudem findet einmal im Monat ein kostenloser Online-Infoabend statt, wo Fragen geklärt werden, aber auch unser Lernkonzept von manQ vorgestellt wird. Und zudem sind wir per Telefon und E-Mail bei individuellen Anliegen auch immer erreichbar. Und nach der Kursbuchung gibt es darüber hinaus eine Einführungs- und Informationsveranstaltung, dementsprechend zur Weiterbildung, die man gebucht hat.

 

KATJA: Vielen, vielen Dank Kerstin für diese umfassenden Tipps und das umfassende Wissen zum Thema Prüfung bei den Fachwirten im Gesundheits- und Sozialwesen bei manQ. Im nächsten und im dritten Teil geht es dann mit meiner lieben Kollegin Anne Wilhelm weiter zum Thema Verantwortliche Pflegefachkraft, kurz PDL. Bis dahin, bleibt dabei!

 

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