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05.01.2023

BAföG-Bearbeitung im Verzug

Was tun, wenn die Aufstiegsförderung auf sich warten lässt?

Wer an einer Maßnahme zur Aufstiegsfortbildung (z. B. eine Fortbildung zum Meister, Techniker Fachwirt, Fachkaufmann, IT Professional oder Betriebswirt) teilnehmen möchte, kann Leistungen nach dem Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFBG), dem so genannten Aufstiegs-BAföG beantragen. Dabei ist die finanzielle Unterstützung unabhängig von Alter, Einkommen und Vermögen. Durch eine Kombination aus direktem Zuschuss und Förderdarlehen reduzieren sich die Kosten für Lehrgang und Prüfung um bis zu 75%. Bei Vollzeitkursen gibt es zusätzlich einen Unterhaltsbeitrag, wenn während der Lehrgangsdauer das Einkommen oder ein Teil des Einkommens wegfällt. Das ist nicht nur attraktiv, sondern für viele Teilnehmer und Teilnehmerinnen die Grundvorausaussetzung, eine Aufstiegsfortbildung überhaupt absolvieren zu können.
 

Wenn die Zulassungsvoraussetzungen erfüllt sind, ist die Beantragung der Förderung sehr unkompliziert und manQ unterstützt tatkräftig dabei. „Hat ein Interessent sich zu einem Kurs angemeldet, bekommt er automatisch die notwendigen Formulare per Post zugesendet, in denen bereits alle Informationen zum Lehrgang vorausgefüllt sind. Der Antrag muss dann nur noch um persönliche Angaben ergänzt und bei der zuständigen Förderstelle eingereicht werden“, so Anja Finis, Bereichsleiterin der Verwaltung und Organisation bei manQ. "Je früher man sich zum Kurs anmeldet, umso schneller kann die Beantragung gestellt und mit der Auszahlung der Förderung gerechnet werden."

Derzeit lange Bearbeitungszeiten in NRW und Thüringen

Die Förderstellen benötigen i. d. R. ca. zwei bis drei Monate bis der Bewilligungsbescheid verschickt und die Förderung ausgezahlt wird. Jedoch ist die Bearbeitungszeit in Nordrhein-Westfalen und Thüringen aktuell erheblich länger. So haben sich beim Dezernat 49 der Bezirksregierung Köln über 10.000 Anträge angestaut, wie der WDR am 22.11. 2022 berichtete. Die Bezirksregung Köln gibt auf ihrer Website die Bearbeitungsstände an. Aktuell werden Anträge bearbeitet, die bis zum 22.02.2022 (Teilzeit-Anträge) bzw. bis zum 21.04.2022 (Vollzeit-Anträge) eingereicht wurden. Mit anderen Worten, die Bearbeitungszeit kann acht bis zehn Monate in diesem Bundesland dauern. Ähnlich sieht die Situation in Thüringen aus, hier muss man derzeit mit fünf bis sechs Monaten rechnen. Um den Bearbeitungsstau abzubauen, wurde in den Förderstellen personell aufgestockt bzw. Stellen ausgeschrieben. In Thüringen werden zudem Vorauszahlungen geleistet. Bis wann sich die Situation normalisiert haben wird, ist schwer abzuschätzen, so die Verantwortlichen.

 

Kann ich die Aufstiegsfortbildung trotzdem starten?

Normalerweise funktioniert die Beantragung der Fördergelder reibungslos und die Teilnehmer bekommen den Förderbetrag i. d. R. vor Kursstart ausgezahlt, wenn der Antrag zeitnah gestellt wurde. „Bei solch langen Wartezeiten, wie wir sie aktuell in NRW und Thüringen haben, ist die ungeklärte Bewilligung für den Teilnehmer nicht zufriedenstellend. Trotzdem versuchen wir bei manQ Lösungen zu finden und Zahlungsmöglichkeiten individuell zu vereinbaren. Es muss möglich sein, dass der Teilnehmer seine Weiterbildung trotzdem starten kann“, so Lars Pfannkuche, Inhaber und Geschäftsleiter von manQ. 
 

Weitere Infos zum Aufstiegs-BAföG

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Tags: Aufstiegsfortbildung, Betriebswirt, Fachwirt, Fachkaufmann, Meister, IT-Professional, Ratgeber